Die Macht unserer Gedanken

Die macht der Gedanken

Von der Kunst des Willens und der Macht des Wollens  

„Das Leben besteht nicht in der Hauptsache ausTatsachen und Geschehnissen,.  

Es besteht im Wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken,

der jedem von uns durch den Kopf tobt.“

 

Unser Gehirn als Zentrale unseres Fühlens, Denkens und Handelns

1500 gr Gewebe, 100 Mrd. Nervenzellen, elektrische Signale, die mit 300 km/h über Datenhighways rasen- es ist das Organ, das uns denken und handeln lässt. 

 

Unter Denken versteht man, nicht beobachtbare, geistige, kognitive) Prozesse. Denken geht über das alleinige Wahrnehmen, Abspeichern oder Erinnern von Informationen hinaus. 

Wahrnehmung ist ein Vorgang, bei dem ein Organismus Informationen aufnimmt und in seinem Gehirn verarbeitet. Es ist ein Kompromiss zwischen den objektiven Informationen des Reizes und dem, was gesehen werden will. 

 

Diese Selektion der Wahrnehmung hängt maßgeblich davon ab, wie wir zu unseren Gefühlen und somit zu unserem Wesenskern der Seele stehen. Unser Gehirn speichert all die Sinneseindrücke und Erfahrungen des Lebens und ist Sitz des Denkens und des Bewusstseins. Durch dieses können wir uns wahrnehmen, die Welt erkennen und reflektieren. Wir nehmen nicht nur Informationen aus unserer Umwelt wahr, wie Gerüche, Bilder oder Töne, sondern zum größten Teil Informationen aus unserem Körper, wie Schmerzen, Hunger und natürlich auch unsere Gefühle. Entsprechend unserer inneren Verfassung, unserer Bedürfnisse und Ziele schenken wir solchen Informationen Aufmerksamkeit, die wir für unser Handeln benötigen. Somit ist das, was wir als unsere Realität erfahren, eine konstruktive und interpretierende Welt in uns. Oft wählen wir sogar nicht nur bestimmte Informationen aus, sondern konstruieren ein Wahrnehmungsbild, das teilweise mehr Informationen enthält als der eigentlich dargebotene Reiz oder die eigentliche Situation, in der man sich gerade befindet. 

Sobald das Gehirn von starken Gefühlen beeinflusst wird, verwandelt sich dieses in eine Art Filter, der nur noch Gedanken zulässt, die zur Lage der Stimmung passen. Die Tatsache, dass unser Körper nicht zwischen Dingen unterscheidet, die wir uns vorstellen und denen, die wir wirklich erfahren, können unsere Gefühle leicht unser Denken und maßgeblich unser Handeln beeinflussen. Dafür muss nicht mal eine bestimmte Situation im Außen vorgefallen sein. Wiederholen wir etwas im Geiste oft genug, oder haben es als Erziehung jahrelang erfahren, glauben wir es irgendwann, und unsere Lebenseinstellung prägt sich dementsprechend. Deshalb ist es umso wichtiger, sich dessen bewusst zu sein und somit seine Gedanken und Taten zu lenken. 

Wir bestehen aus einer Menge von Glaubensmustern, die wir uns im Laufe der Zeit angeeignet haben, wie Zwiebelschichten, die wir uns übergestülpt haben. Aus Glaubensmustern über unseren Körper, über unsere Attraktivität, die Gesellschaft, über unsere Familie. Muster über das, was man tun und das, was man nicht tun sollte. 

Und all diese  Muster steuern unser Handeln!

 

Es folgt daraus, dass die Lebenseinstellung, unser Denkschema, das wir uns angeeignet haben, unsere Realität schafft.

Dieses Programm wird weiterhin im Laufe des Lebens ergänzt, durch unser Umfeld und durch die Lebenserfahrungen. Sind wir in diesen Schemata wie gefangen, ziehen wir oft unterbewusst die Menschen an, die diese Glaubenssätze unterstützen. Denn wir wollen nicht erkennen, dass es da noch etwas anderes gibt. Und wollen nicht riskieren, dass unser so sorgfältig aufgebautes Kartenhaus einstürzt. Es wäre für uns sehr schmerzhaft zu erfahren, dass vieles an unserer Welt, die wir uns aufgebaut haben, einfach nur unsere eigene Vorstellung war, aus Gefühlen heraus oder sogar aus Angst heraus. Diese Lebenseinstellung ,die im Kindesalter geprägt wird, bestimmt im Wesentlichen, wie wir unser Leben erleben, Situationen empfinden und uns dann dementsprechend verhalten. 

 

Doch man sollte versuchen, die Sichtweise der Geschehnisse zu ändern. Es ist nicht immer das Ereignis selbst, das uns wütend oder traurig macht. Sehr häufig hängt dies davon ab, wie wir darüber denken bzw. wie wir es interpretieren. Es hängt davon ab, wie man das Messer nimmt: "Packst du es am Griff, arbeitet es für dich. Nimmst du es an der Scheide, arbeitet es gegen dich".

Ganz gleich, was einem Menschen in seinem Leben widerfährt, sei es in der Beziehung, der finanziellen Situation, der beruflichen Karriere, all das kann durch richtiges Denken gesteuert werden. Viele Umstände können dadurch unmittelbar verändert werden. 

Wir stehen im ständigen Dialog mit uns selbst. Dieser Dialog ist bei vielen Menschen negativ, da wir immer versuchen, alles zu beeinflussen, zu kritisieren und ständig nach Ratschlägen suchen. Weiterhin halten wir für gewöhnlich nicht inne und fragen uns, woher unsere Gedanken rühren, und ob diese mit uns vollständig zu vereinbaren sind. Wir sind ausgeliefert und funktionieren wie Marionetten, gesteuert aus Verletzungen unserer Seele. Gedanken werden zu Gedankenbildern, denen wir uns unterwerfen und dadurch bestimmen diese unsere Erwartungen. 

 

Wenn wir sagen „Ich kann nicht“, geben wir damit unserem Unterbewusstsein und somit unserer Seele den Befehl, hilflos zu sein. Oder wenn wir uns jedes Mal, wenn uns ein Fehler passiert, beschuldigen und sagen: „ Du Idiot, alles machst du falsch!“ bringen wir uns eigentlich selbst bei, ein Versager zu sein. Die Dinge, die von Kindern und den Menschen heutzutage in der Gesellschaft und auch von der Familie verlangt werden, können meist nicht mehr erfüllt werden. Es kommt immer mehr dazu, dass man sich nicht als „gut genug“ fühlt und spürt nicht geliebt zu werden, so wie man ist. Man muss Leistung zeigen, um geliebt und anerkannt zu werden. Das verschließt das Herz zu und auch den Zugang zur Seele. Es wird die eigene Bestimmung in den Hintergrund gedrängt, um in dieser Welt zu „funktionieren“. Doch auf lange Sicht ist so etwas in einer Gesellschaft, im Zwischenmenschlichen nicht möglich. Denn wir sehnen uns danach, nach unserer Wahrheit zu handeln und nach dem, was in uns liegt. Es folgt Unzufriedenheit und die Struktur des negativen Denkens über die Welt und das Verlieren an Vertrauen.

 

Jede menschliche Errungenschaft begann als tiefe Sehnsucht, die als Gedanke in unserem Körper wirksam wurde. Gedanken sind wie Feuer. Unklare Gedanken aus dem Wirrwar unserer Seele spucken nur Funken und verlieren sich. Zielbewusstes Denken hingegen, aus der Klarheit heraus zu uns und der Welt erinnert an die Flamme eines Schweißbrenners.

Somit seid euch bewusst, was ihr mit euren Gedanken in die Welt bringt und lasst es aus Liebe geschehen. So, wie wir in der Lage sind zu erschaffen, genauso sind wir in der Lage, durch unser Handeln zu zerstören. 

So wie die Gedanken sind, ist auch der Charakter, denn die Gedanken werden von der Seele geprägt. Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt auch in gewissem Maße sein Schicksal. Denn das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen, resultierend aus dem, ob er zu sich und seinem Inneren steht.

Handle ich mit Liebe oder aus Angst!? Seelenfrieden erlangen wir nur, wenn man sich den Dingen stellt und nicht, indem man ihnen aus dem Weg geht. 

Soviel Mut dies von einem erfordert, soviel Freude bringt es ins Leben, wenn man einmal diese Gnade erfahren hat und sich auf den Weg gemacht hat, zu sich. Auch im Außen sichtbar werden wir glücklicher mit den Menschen, die dieselbe Auffassung zum Glücklichsein haben wie man selbst. Nicht nur im Inneren kommt es zu einer Veränderung, sondern auch sichtbar im Außen. 

 

Doch wie komme ich dahin?

 

Es heißt, die eigenen Kräfte und Emotionen, die in einem schlummern, klar definieren zu können und zu erkennen, wo sie her rühren. Kommen sie aus der Liebe, aus der tiefen Sehnsucht in mir, die mich zu mir selbst führen möchte, oder aus der Angst eingefahrener Gedankenstrukturen?

Dies kann ein Prozess sein, manchmal kurz, manchmal länger, der in ein Land der inneren Freiheit führt. Der auch dazu führt, Herr über seine Gefühle und Gedanken zu werden und nicht mehr ausgeliefert seinen Gefühlen nachzugehen, zu leben und nicht mehr gelebt zu werden!

 

Dafür müssen die Gedanken, die man denkt und die Worte, die man spricht, klar bedacht sein.  Wer einmal anfängt, auf sich und andere zu achten, stellt wohl wirklich mit Erstaunen fest, wie viel Negatives während eines Tages im Kopf herumschwirrt. Bis dahin ist das einem kaum bewusst. 

Weiterhin ist es wichtig zu verstehen, dass wir für das, was wir in die Welt tragen, Verantwortung übernehmen müssen. Zu sagen, "wir schaffen unsere eigene Realität" bewirkt noch keine Veränderung. Wir müssen anfangen auch wirklich wahrhaft danach zu leben. Wirklich nach diesem Bewusstsein zu leben, bedeutet dass sich vieles im Zwischenmenschlichen mit mehr Liebe und der Rücksicht auf den Mitmenschen und der Welt geschehe würde. Manche Menschen machen leider diesen Wandel nie. Es wird immer noch die Schuld auf die Eltern, den Staat, die Freunde oder gerne auch auf den Partner geschoben. Beenden lässt sich dieser Kreislauf nur durch das bewusste Übernehmen von Verantwortung für das Leben und durch reflektiertes Handeln. Sich selbst zu beobachten heißt, aus der Ohnmachtsrolle herauszukommen und sein Leben in die Hand zu nehmen, anzufangen die Welt und sich mit Liebe anzunehmen.

Liebe ich mich selbst, liebe ich das, was ich bin und mein Leben, dann wird diese Verantwortung nicht mehr als Pflicht oder sogar Last empfunden. Ich werde es lieben aus Liebe zu handeln! Doch für diesen Weg brauchen wir Disziplin, Übung, Vertrauen und Mut!

 

Wie gesagt, wenn man die Sichtweise der Geschehnisse in seinem Leben so wandelt, dass so viel wie möglich positiv erlebbar wird, kommt es dazu, dass man sich selbst im innersten Wesenskern verändert. Diese Veränderung ist es letztlich, die einem die Oberhand über seine Lebensumstände und Geschehnisse gibt. Positives Denken folgt aus Liebe. Ohne Liebe und Glauben im Herzen können wir nicht wahrhaft positiv denken, nicht voller Vertrauen in die Zukunft und auf unser Leben blicken. Vor allem nicht in Situationen, die uns traurig machen, verletzen oder sogar bei Krankheit und Tod. Wir werden oft heimgesucht von Ängsten des Überlebens, des Machtkampfs, den Trieben in uns und ohne eine leitende Hand, die wie ein Licht durch unsere Seele führt, weichen viele Menschen von dem Weg der Liebe ab. Diese Stimme ist jedoch leise, und wir können sie am Anfang unserer Veränderung nur ganz tief verborgen in unserer Seele wahrnehmen. Aber stößt man einmal diesen Punkt an, wird ein Rad ins Rollen gebracht, was nicht mehr aufzuhalten ist, außer durch den Schleier der Ängste. Veränderung erfordert Mut und wahrhaft Disziplin, an sich zu arbeiten und zu den tiefsten Sehnsüchten zu gelangen, die in uns schlummern. 

 

Nur wer sich wahrhaft in seinem Seelenkern ändert,  bei sich aufräumt und auch sein Schicksal als Chance sieht, kann die Gedanken und die eigene Lebenseinstellung ändern. Es wird immer wieder eine Situation kommen, in der Gefühle und Gedanken, resultierend aus Angst, hochkommen. 

Angst ist immer das Fehlen von Liebe und Vertrauen. Und worin sollten wir in aussichtslosen Situationen Vertrauen setzen,  wenn wir nicht an eine höhere Macht glauben? Woran können wir uns festhalten, wenn wir denken, dieses Leben sei nach dem Tod zu Ende? Das einzige, was uns bleibt, ist sich an das Leben zu klammern in dem Bewusstsein, dass dies alles ist.

Doch tief in uns spüren wir, dass es noch mehr gibt... eine höhere Macht, die weiter geht als unser Bewusstsein und unsere Gedanken.

 

Doch hier stoßen wir auf unsere Seele und unser höheres Selbst, das mit dem Universum und dem Ursprung verbunden ist.